Das Universum – eine Hinterfragung seiner Größe

In vielen wissenschaftlichen Abhandlungen finden sich immer wieder verblüffende Zahlen und abenteuerliche, für den Laien unmöglich nachzuvollziehende Berechnungen, welche die tatsächliche Ausdehnung des Kosmos beschreiben und in astronomischem Gigantismus auszudrücken versuchen.

Derzeit gehen Wissenschaftler von einem ungefähren Alter zwischen 13 und 15 Milliarden Jahren aus, wobei es jedoch vereinzelt auch Stimmen gibt, welche das Alter des Kosmos wesentlich älter einschätzen. Die daraus ableitbare Ausdehnung des Weltalls beträgt rechnerisch etwa 70 Milliarden Lichtjahre. Dieser scheinbare Widerspruch zwischen Alter und Ausdehnung hängt mit der Dimensionsflucht zusammen, also der Tatsache, dass sich weiter entfernte Objekte schneller als nähere von uns wegbewegen. Demnach ist die kugelförmige Ausdehnung und das Alter des Kosmos lediglich auf den derzeit sichtbaren Bereich beschränkt. Es könnte folglich sein, dass das Ausdehnungspotential unbegrenzt ist und es keine Ausdehnungsbeschränkung des Kosmos gibt.

Die grundlegende Problematik bei derartigen Betrachtungen ist, dass zwar eine unglaubliche Vielzahl von Theorien und mathematischen Gleichungen existieren, welche das Wesen des Kosmos umschreiben, doch wird dabei eine wichtige Sache gerne aus dem Blickfeld verloren; wir versuchen eine Erklärung mit unserem Wissen und unserer Erfahrung und ziehen Grundsätze heran, die unserer Meinung nach in Bezug auf Logik und Kausalität stimmen müssen. Dies ist jedoch ein fragwürdiger Weg, Dinge insgesamt erklären zu wollen.

Selbst Steven Hawking mit seinem brillanten theoretischen Denken räumt grundsätzlich ein, sich mit seinen Annahmen über den Kosmos komplett irren zu können; obgleich viele Beweise durchaus aber auch schlüssig zu sein scheinen.

Hauptstreitpunkt in Bezug auf die tatsächliche Größe des Kosmos ist und bleibt die Lichtgeschwindigkeit als feste und unumstößliche Berechnungskonstante. Bereits das sog. Tunnelexperiment legte in Fachkreisen Rückschlüsse nahe, dass es sich bei der Lichtgeschwindigkeit eben nicht um das letzte Geschwindigkeitsmaß handelt und durchaus auch höhere Geschwindigkeiten möglich sind; sie ist nur die Geschwindigkeit, welche von uns maximal beobachtbar ist. Ein ähnliches Gedankenexperiment wurde auch in Bezug auf zwei sich von einem Punkt wegbewegende Lichtstrahlen angestellt, welche auf sich selbst bezogen ja bereits die doppelte Lichtgeschwindigkeit zueinander aufweisen. Die Betrachtung dieser Geschwindigkeit ist also relativ, da ein Beobachter von außerhalb nur zwei mit Lichtgeschwindigkeit fliegende Strahlen sieht.

Eine weitere Schwierigkeit bei der Größenermittlung des Universums liegt in der Definition von Raum und Zeit. Der Begriff des Raumes macht nur Sinn, wenn mindestens zwei Bezugspunkte vorhanden sind, zwischen denen sich ein Medium, also etwa Licht, bewegen kann. Fehlen diese Bezugspunkte, existiert also folglich auch kein Raum und auch keine Zeit. Dahinter läge per Definition das Nichts, was die Unendlichkeit bekräftigen würde.

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